15.07.2025

Allergien natürlich regulieren: Wie das Eigenblutverfahren auf das Immunsystem einwirkt 

Immer mehr Tiere leiden unter Allergien, chronischem Juckreiz oder wiederkehrenden Entzündungen. Die Ursachen sind vielfältig: Umweltreize, Futterbestandteile oder überforderte Regulationssysteme. Eine besonders sanfte und gleichzeitig tiefgreifende Therapieform stellt die Eigenblut-Desensibilisierungskur dar – eine Methode, die wir in unserer Praxis seit vielen Jahren erfolgreich einsetzen. 


Die Idee: Der Körper als Schlüssel zur Selbstregulation 

Im Mittelpunkt der Therapie steht ein faszinierender Gedanke: Im eigenen Blut sind alle Informationen gespeichert, die das Immunsystem braucht – auch jene, die eine übermäßige oder fehlgeleitete Reaktion auslösen. Genau hier setzt die Therapie an: Durch die gezielte Rückführung körpereigener Informationen in sehr hoher Verdünnung wird das Immunsystem sanft daran erinnert, zwischen gefährlich und harmlos zu unterscheiden. Es lernt sozusagen neu, adäquat zu reagieren. 


Zwei Wege – ein Ziel: Balance im Immunsystem 

In unserer Praxis wenden wir zwei Formen der Eigenbluttherapie an: 

1. Das native Eigenblutverfahren 

Hierbei wird dem Tier eine kleine Menge Blut entnommen, mit einem passenden homöopathischen Mittel vermischt (z. B. Histamin-Injeel oder Zeel) und direkt wieder injiziert – beim Hund meist unter die Haut. Durch dieses Verfahren werden stagnierende Prozesse gelöst und Regulationsimpulse gesetzt. Besonders bei folgenden Symptomen zeigt diese Methode häufig schnelle Wirkung: 

  • akuten Entzündungen
  • Schmerzen
  • Hautproblemen
  • energetischen Blockaden

2. Die Eigenblut-Desensibilisierungskur 

Diese Kur ist eine feinere, langfristige Form der Eigenbluttherapie. Aus einer kleinen Menge Blut wird eine Serie an Verdünnungen (ähnlich einer homöopathischen Potenzierung) hergestellt. Die Lösung wird nicht injiziert, sondern tropfenweise über die Maulschleimhaut verabreicht – bequem und stressfrei für das Tier. Über Wochen hinweg wird das Immunsystem so sanft, aber beständig neu ausgerichtet. 

Geeignet ist diese Form besonders für: 

  • chronische Allergien (z. B. Gräser, Futtermittel)
  • Neurodermitis, Psoriasis
  • Hot Spots, Atopien, Licky Fits
  • Autoimmunerkrankungen
  • Asthma, Bronchitis
  • und sogar Verhaltensauffälligkeiten mit möglichem immunologischen Hintergrund

Warum Eigenblut? 

Weil es keine fremden Substanzen braucht. Keine künstlichen Allergene, keine chemischen Unterdrücker. Stattdessen nutzt die Therapie die Intelligenz des Körpers selbst – gepaart mit gezielter Darmflora-Sanierung, Lichtimpulsen (z. B. mit BLightTuning), hochwertigen Ergänzungsfuttermitteln und, wenn nötig, einer ganzheitlichen Ernährungsumstellung. Denn: Das Immunsystem beginnt im Darm – aber heilen kann es nur mit Information. 

Der Ablauf der Desensibilisierungskur 

  1. Blutentnahme – idealerweise in einer aktiven Reaktionsphase
  2. Aufbereitung durch unser medizinisches Team
  3. Erstellung einer individuellen Tropfenreihe in verschiedenen Verdünnungen
  4. Einnahmeplan über mehrere Wochen (meist alle 2 Tage)
  5. Regelmäßige Verlaufskontrolle und Anpassung bei Bedarf

Die Kur ist gut verträglich, selten treten leichte Erstreaktionen wie Juckreiz oder Müdigkeit auf. In solchen Fällen begleiten wir Sie individuell weiter. 


Für wen ist die Therapie geeignet? 

Die Eigenblutverfahren sind besonders geeignet für Tiere, bei denen andere Therapien ausgeschöpft sind oder nicht greifen. Auch für Tiere mit vielen Unverträglichkeiten, empfindlichem Organismus oder zur langfristigen Umstimmung ist diese Methode eine sanfte, aber tiefgreifende Option. 

Sie möchten wissen, ob eine Eigenbluttherapie für Ihr Tier infrage kommt? 
Sprechen Sie uns gern an – wir beraten Sie individuell. 

Ihre 5-E™ Tierarztpraxis Thalfang 

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