15.07.2025

Aktivieren statt unterdrücken: Wie PRP beim Hund die körpereigene Regeneration unterstützen kann

Viele Hunde und Katzen entwickeln im Laufe ihres Lebens Beschwerden an Gelenken, Muskeln oder Sehnen. Besonders ältere Tiere oder sportlich aktive Vierbeiner sind häufiger betroffen. Das sogenannte PRP-Verfahren (Plättchenreiches Plasma) in der Tierarztpraxis ist ein modernes, biologisch fundiertes Verfahren, das in solchen Fällen zur Unterstützung eingesetzt werden kann – ganz ohne synthetische Zusätze. 


Was ist PRP?

PRP steht für Platelet-Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma. Es wird aus einer kleinen Menge körpereigenem Blut gewonnen. Durch ein spezielles Aufbereitungsverfahren wird das Blut so verarbeitet, dass das entstandene Plasma eine besonders hohe Konzentration an Blutplättchen enthält. Diese Blutplättchen (Thrombozyten) enthalten natürliche Wachstumsfaktoren, die in der Medizin seit vielen Jahren zur Unterstützung von Regenerationsprozessen genutzt werden – auch in der Tiermedizin. 


Der Ablauf: Schonend, gezielt und körpereigen 

In unserer Praxis läuft die Anwendung folgendermaßen ab: 

  • Zunächst wird dem Tier eine kleine Menge Blut entnommen. 
  • Das Blut wird anschließend unter sterilen Bedingungen zentrifugiert und aufbereitet. 
  • Das gewonnene PRP wird dann an einer gezielten Stelle im Körper eingebracht – zum Beispiel in ein Gelenk, an eine Sehne oder in eine muskuläre Struktur.

Je nach individueller Situation und tiermedizinischer Einschätzung kann PRP ergänzend zu weiteren Maßnahmen eingesetzt werden. 

Wann kommt PRP zum Einsatz? 

PRP kann als unterstützende Maßnahme in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden – unter anderem: 

  • bei Belastungsreaktionen an Sehnen oder Bändern
  • bei altersbedingten Veränderungen an Gelenken
  • nach Operationen zur Förderung geordneter Gewebeprozesse
  • bei muskulären Beschwerden oder Bewegungseinschränkungen
  • auch bei Pferden, z. B. im Bereich der Fesselträger oder Hufrolle

Ganzheitliche Einbindung im 5-E™ Konzept 

Wir verstehen PRP nicht als isolierte Maßnahme, sondern als möglichen Teil eines ganzheitlichen Therapieplans. In Kombination mit anderen begleitenden Anwendungen – wie gezielter Fütterungsanpassung, Lichtimpulsen, sanfter Bewegungstherapie oder osteopathischen Impulsen – kann es helfen, körpereigene Prozesse gezielt zu begleiten. 

Vorteile aus tiermedizinischer Sicht: 

  • Nutzung körpereigener Ressourcen
  • keine künstlichen Zusatzstoffe notwendig 
  • gezielte Anwendung möglich
  • gute Verträglichkeit

Sie möchten mehr über das PRP-Verfahren in unserer Praxis erfahren? 
Sprechen Sie uns gerne an – wir informieren Sie individuell, fachlich fundiert und mit Blick auf das große Ganze. 

Ihre 5-E™ Tierarztpraxis Thalfang 

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